Bruno Würtenberger schreibt regelmäßig Kolumnen für newsage. Er ist Autor und Bewusstseinsforscher und leitet weltweit Kurse, Seminare und Workshops zu Themen der Bewusstseinsforschung und -erweiterung. Zudem entwickelte er das empirische und ganzheitliche Bewusstseins-Training Free Spirit.

Es ist offensichtlich, die Menschheit steht an einem Scheideweg. Einerseits werden viele Menschen bewusster, beschäftigen sich mit spirituellen Techniken, achten mehr auf ihr Wohlbefinden, suchen nach sinnvollen Tätigkeiten und sind – meines Erachtens – bereit, den nächsten Schritt zu tun. Parallel dazu nehmen aber auch die gegensätzlichen Kräfte an Intensität zu und die Natur wird mehr denn je zerstört. Es wird sich noch zeigen müssen, ob wir Menschen – und damit sind wir alle gemeint – wirklich bereit sind, für unsere Ideale wie Frieden, Wohlstand und Glück für alle einzustehen und damit zu zeigen, dass wir nicht mehr mit diesem Raubbau einverstanden sind. Bisher haben die meisten Menschen nur davon gesprochen, dass sie sich für eine bessere Welt einsetzen wollen. Jetzt geht es aber darum, konkret zu werden und seine Stimme auch in der Öffentlichkeit zu erheben.

An Punkten wie diesen begegnet die Evolution immer auch der R-Evolution. Diese möge zwar friedlich sein, doch der Erfolg hängt ausschließlich davon ab, ob wir nun auch tun, wovon wir träumen! 2012 ist das optimale Jahr für eine Transformation. Das Licht des Bewusstseins erstrahlt und verdeutlicht somit auch den Schatten. Es ist Zeit, diesem zu begegnen und allem Unschönen in und um uns herum klarzumachen, dass wir nicht mehr bereit sind, uns selbst auszubeuten oder uns von anderen ausbeuten zu lassen. Die Zeit des Zuschauens ist definitiv vorüber. Es sei denn: Wir schauen lieber zu, wie Mutter Erde zugrunde geht.

Es liegt also mehr denn je in unseren Händen, ob wir weiterhin nur auf unser persönliches Wohl achten oder uns um das Wohl der Menschheit sorgen. Es ist wohl an der Zeit, auch die Verantwortung für das Große und Ganze zu übernehmen. Es gibt zwei Herangehensweisen: Entweder zu denken: Wenn es uns gut geht, wird es auch den anderen gutgehen. Oder: Wenn es den anderen gut geht, wird es auch uns gut gehen. Zuerst auf die anderen zu schauen und zu helfen, dass es ihnen gut geht, wäre wohl der schnellere Weg zu einer glücklichen Menschheit und einer friedlichen Welt.

Ich weiß, dass es nervt, aber wer sollte damit beginnen, wenn nicht wir, und wann, wenn nicht jetzt? Wir brüsten uns doch nicht gerade selten damit, dass wir bewusster als andere sind, oder? Und das stimmt auch, aber das hilft nichts, wenn unserem Bewusstsein keine Taten folgen! Daher möchte ich euch alle ermutigen, aufzustehen und euch eurer Größe und Macht bewusst zu sein und dazu zu stehen, und zwar tatkräftig! Also, nachdem du deine Yoga-Übungen, deine Meditation oder dein Gebet beendet hast – spätestens dann – schreite zur Tat. Zeige dich!

Noch nie innerhalb der letzten 26.000 Jahre stand die Menschheit so nahe vor einer so wundervollen Zukunft wie heute. Lasst euch bitte motivieren. Überwindet eure Scheu davor, zu dem zu stehen, was ihr glaubt, und beginnt unmittelbar nach dem Lesen meiner Worte damit, eure Träume in die Tat umzusetzen. Denn es sind eure Träume, die darüber entscheiden, in welche Richtung es gehen wird! Jetzt ist definitiv keine gute Zeit für Burnout, Lethargie und Gemütlichkeit. Es ist definitiv nicht die Zeit, weiterhin dem Strom zu folgen, denn unser Fluss des Lebens braucht dringend eine Wendung, da er sich auf einen großen Wasserfall zu bewegt. Und wenn du für dich selbst entscheidest, dass du auch weiterhin lieber ein gemütliches Leben vor dem Fernseher und ein wenig Spiritualität für den Hausgebrauch praktizieren möchtest, dann achte wenigstens darauf, dass du gut schwimmen kannst!

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Kategorie: Kolumnen | Keine Kommentare